Freiheit und Wohlstand durch “Kleinstaaterei”

Der klassische Liberalismus zur Zeit des Deutschen Bundes von 1815 bis 1866 führte innerhalb weniger Generationen von einem durch die Napoleonischen Kriege ruinierten Agrarstaat zu einer der produktivsten Industrienationen der Welt. Der Auslöser dieses einzigartigen Wirtschaftsaufschwungs war ein liberaler institutioneller Rahmen mit Gewerbe- und Vertragsfreiheit, stabilen Eigentumsrechten, Freihandel und einem Systemwettbewerb, der deshalb so lange existierte, weil es auf Ebene des Deutschen Bundes keine Zentralregierung gab. Das Geldsystem basierte auf einem Gold- und Silberstandard, und mit der Hamburger Bank gab es gar eine Finanzinstitution, die sich an eine 100% Deckung bei der Ausgabe von Buchgeld und Krediten hielt. Insbesondere in der Zeit von 1848 bis 1862 war Deutschland auf dem besten Weg zu einer idealen „Österreichischen Welt“. Diese Entwicklung wurde mit dem Aufstieg Otto von Bismarcks abrupt beendet.

Steffan Krug: Freiheit und Wohlstand durch Systemwettbewerb, In: Smart Investor, 2/2011

“Das will hier niemand hören!”: Das wahre Gesicht der “Bürgerinitiative für sozial gerechte Abwasserabgaben”

Seit einigen Monaten finden montäglich auf dem Weißenfelser Marktplatz größere Demonstrationen statt. Dort treffen sich in der Regel mehr als hundert Demonstranten, um gegen die Abwassergebühren im Allgemeinen und den so genannten “Herstellungskostenbeitrag” im Speziellen zu protestieren. Den Weißenfelser Kommunalpolitikern war nach über 20 Jahren aufgefallen, dass die Stadt Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung unterhält, die gewartet und ausgebaut werden müssen. Nun sollen Grundstückseigentümer sich rückwirkend an diesen Kosten beteiligen. Darüber hinaus entzürnt die Protestler, dass die Lebensmittelindustrie für rund 70 Prozent des Schmutzwassers verantwortlich zeichnet, jedoch einen deutlich geringeren Anteil zahlt als die Privathaushalte. Staatliche Umverteilung macht’s möglich.

Als ich nun am gestrigen Montag an dieser Demo teilnahm, kam es zum Eklat. Zunächst redeten die Organisatioren der “Bürgerinitiative für sozial gerechte Abwasserabgaben” rund 45 Minuten über dies und das, zum Beispiel über eine “rechte Kapelle”, die wohl im Weißenfelser Ortsteil Borau gespielt haben und deretwegen es zum Polizeieinsatz gekommen sein soll. Was das Ganze mit Abwassergebühren zu tun hatte, erschloss sich wohl niemandem. Aber warum sollen nicht auch andere Themen angesprochen werden, wenn schon einmal Bürger zusammenkommen? Was jedoch für die Organisatoren gelten soll, wollte man anderen wohl nicht zugestehen.

Als man endlich fragte, wer an das “offene Mikrofon” treten und sprechen wollte, da nahm ich die Gelegenheit wahr. Den versammelten Demonstranten wollte ich meine Gedanken mitteilen, die ich mir bisher als distanzierter, wenn auch wohlwollender Beobachter der Proteste gemacht hatte. Da zuvor noch vor der “Privatisierung” der Abwasserentsorgung gewarnt wurde, schloss ich meine Ausführungen daran an. Zunächst dankte ich jedoch den Anwesenden für ihren Protest, der zeige, dass man sich aus der Untertanenrolle befreien wollte. Da war ich mit meinem Lob wohl etwas vorschnell, zumindest was die Strippenzieher der vermeintlichen “Bürgerinitiative” anbetrifft.

Ich stellte zunächst einmal fest, dass die Abwasserentsorgung in Weißenfels im Moment nicht “privatisiert”, sondern in staatlicher Hand ist. Trotzdem stehe man ja auf dem Markt und demonstriere gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit durch diese staatliche Einrichtung. Natürlich wolle niemand, dass sich ein privater Konzern ein staatliches Monopol unter den Nagel reiße. Jedoch müsse es jenseits von Kontrolle durch Politiker oder Kontrolle durch Konzerne doch noch einen anderen Weg geben. Und dieser wäre es, die öffentlichen Einrichtungen in das Eigentum aller Bürger zu überführen. Alle Bürger sollten Eigentümer der “öffentlichen Einrichtungen” sein. Dann könne man beispielsweise die Abwassergebühren basisdemokratisch bestimmen. Der Einfluss von Konzernen, die heute nur eine handvoll Politiker “überzeugen” müssen, um zu bekommen, was sie wollen, würde so zurückgedrängt werden. Und schließlich würden die selben Probleme, die bei der ungerechten Verteilung der Abwasserkosten zu Tage treten doch auch bei anderen staatlichen Einrichtungen und Unternehmen auftreten. Darum: Abwassser, Stadtwerke, Wohnungsgesellschaften und dergleichen in Bürgerhand!

Während ich diese Gedanken ausführte, wurde ich mehrfach von den Organisatoren der vermeintlichen “Bürgerinitiative” gestört, ein Verhalten, das niemand – auch ich nicht – bei deren Reden zuvor an den Tag gelegt hatte. Schlussendlich entriss mir dann eine Monika Zwirnmann das Mikrofon unter den hysterischen Rufen “Schluss! Schluss! Das wollen wir nicht hören! Das wollen wir nicht hören!” und ich wurde von der Demo vertrieben. Kurz zuvor noch hatten sich die Vertreter der vermeintlichen “Bürgerinitiative” darüber beklagt, dass man sie im Stadtrat nicht nach Lust und Laune sprechen lasse und dass die Lokalausgabe der “Mitteldeutsche Zeitung” nicht jede ihrer öffentlichen Verkündungen abdrucke. Die angesprochene Monika Zwirnmann ist die “rechte Hand” von Heidelinde Penndorf, der Ex-Linken-Landtagsabgeordneten und Chefin der vermeintlichen “Bürgerinitiative”, die allerdings an diesem Demotag nicht anwesend war. Monika Zwirnmann sitzt außerdem für “Die Linke” als “Sachkundige Einwohnerin” im Sozialausschuss des Stadtrates.

Wieso nun, so wird sich jeder kritische und freiheitsliebende Mensch fragen, sollten die Organisatoren der vermeintlichen “Bürgerinitiative” etwas gegen die Idee haben, entschieden gegen Korruption, Filz und Privilegien vorzugehen und die Kontrolle über wichtige Einrichtungen direkt an die Bürger (zurück) zu geben? Warum sollten sie etwas dagegen haben, dass jemand konstruktive Ideen einbringt? Warum sollten sie dies autoritär unterdrücken? Die naheliegende Antwort: Ein Anpacken an den Problemursachen liegt gerade nicht im Interesse der Strippenzieher der vermeintlichen “Bürgerinitiative”. Deren Ziel ist es nicht, die Macht der Politiker zu beschneiden und die Macht der Bürger zu stärken. Sie wollen nicht, dass alle Bürger entscheiden können, sondern sie selbst wollen entscheiden – über die Bürger. So wie alle anderen Politiker auch. Aus diesem Grunde fordern sie folgerichtig auch nicht Entstaatlichung, Entpolitisierung und/oder Basisdemokratisierung der “öffentlichen” Einrichtungen und Unternehmen wie etwa des Abwasserbetriebs, sondern weiterhin Entscheidungen im Hinterzimmer. Sie nennen es einen “Runden Tisch”. Kungelei ja, so lange die Führer der vermeintlichen “Bürgerinitiative” am kleinen Kreis der Entscheider beteiligt werden.

Aus vertrauenswürdiger Quelle heißt es übrigens, dass Heidelinde Penndorf, Monika Zwirnmann und Co. einen Antritt bei der Stadtratswahl im kommenden Jahr vorbereiten. Heidelinde Penndorf war bis 2011 Landtagsabgeordnete der Linken. 2006 zog sie über die Landesliste ein. Nachdem Heidelinde Penndorf sich jedoch mit einem großen Teil der örtlichen Linkspartei verkracht hatte, konnte sie für die Wahl 2011 zwar noch die Direktkandidatur ergattern, eine Absicherung durch einen aussichtsreichen Listenplatz verwehrte man ihr jedoch. Die Wahl verlor sie und schied aus dem Landtag aus. Das Aufregerthema “Abwasser” soll Heidelinde Penndorf und ihren Getreuen nun offenbar eine neue politische Karriere ermöglichen. Die zuvor von Heidelinde Penndorf organisierten Demos gegen “Sozialabbau” hatten schließlich kaum noch jemanden hinter dem Ofen hervorgelockt und konnten nicht mehr mobilisieren. Da kam die Abwasserproblematik wie gerufen, um sich politisch zu profilieren – freilich auf Kosten jener Bürger, die echte und nachhaltige Problemlösungen wünschen.

Anschlag von Boston, die Sache der Freiheit, “Verschwörungstheorien”

Auf einen Marathon-Lauf im US-amerikanischen Boston (Massachusetts) wurde am Montag ein Anschlag verübt. Mehrere Bomben explodierten. Es soll zu Toten und unzähligen Verletzten gekommen sein.

Die Tragödie ist noch nicht einmal richtig vorbei, schon beginnt das politische Hauen und Stechen. Der US-Präsident Barack Obama schlägt den “alten Bush-Sound” wieder an. Und selbstverständlich wollen die Demagogen von “links” und “rechts” schon wieder ganz genau wissen, wer hinter den Anschlägen steckt (nämlich entweder “Rechtsextremisten” oder “Islamisten”), auch wenn Beweise wie immer nicht geliefert werden.

Leider partizipieren auch vereinzelt Menschen an diesem unappetitlichen Spielchen, die sich wohl der Idee der Freiheit verbunden fühlen. Sie wittern ein abgekartetes Spiel des Staates selbst, einen inszenierten Anschlag, der als Vorwand für diverse freiheitsfeindliche Maßnahmen dienen soll, von der Ausweitung des Überwachungsstaates bis hin zu neuen Kriegseinsätzen. Doch auch sie können keine Beweise liefern.

Viel entscheidender ist jedoch: Sie übersehen, dass die Frage, ob irgendein Vorwand für Unterdrückung und Tyrannei ein echtes oder inszeniertes Ereignis darstellt, nachrangig oder gar irrelevant für die Sache der Freiheit ist. Schließlich ist das Herumtrampeln der Staatsverbrecher auf den Rechten anderer Menschen, die keinem etwas getan haben, in diesem wie in jenem Falle ein schreiendes Unrecht.

In der Vergangenheit haben sich tatsächlich eine Reihe von “Verschwörungstheorien” (z.B. Überfall auf den Sender Gleiwitz, Tonkin-Zwischenfall, Celler Loch) als wahr herausgestellt, ohne dass dies die barbarische Ideologie der Herrschaft von Menschen über Menschen und damit “den Staat” als konkrete Organisation dieser Idee nachhaltig diskreditiert hätte.

Denn Ereignisse selbst lehren nichts, sie müssen interpretiert werden. Wer die Herrschaftsidee im Kopf hat, wem das Hobbes’sche Denken Hirn und Herz vernebelt (auch wenn er Thomas Hobbes gar nicht kennt und nie gelesen hat), der wird auch noch jeden tatsächlichen “Inside Job” rechtfertigen. Er wird argumentieren wie Hobbes, dass die Herrschenden stets das kleinere Übel sind, dass sie den “gesellschaftlichen Frieden” bewahren, auch wenn sie unfassbare Verbrechen begehen. Und das tun sie schließlich am laufenden Band.

Selbst die Schoah (Holocaust) hat offensichtlich kaum jemanden gelehrt, dass man es nicht mehr zulassen darf, dass einige Menschen sich herausnehmen, über andere zu herrschen, also dass sie sich Dinge herausnehmen zu tun, die jedem anderen zurecht als Verbrechen zur Last gelegt würden – Diebstahl, Raub, Mord und dergleichen. Menschen lernen nämlich nicht aus der Geschichte, sondern aus der Interpretation von Geschichte. Und diese Interpretation wird bestimmt durch die “herrschenden” Werte und Ideen, die damit die “Brille” darstellen, durch welche man auf vergangene Ereignisse sieht. Aufgabe der Freunde der Freiheit ist es, den Menschen neue Brillen anzubieten, damit sie wieder richtig sehen können.

Waidmanns Dank: Couragierter Jäger schützt seine Mitmenschen vor Verbrechern – und wird dafür von der deutschen Tyrannei bestraft

Weil die staatlich-monopolistische Polizei gegen Schrottdiebe nichts unternimmt, wird ein couragierter Bürger, der zugleich Jäger ist, selbst aktiv. Der Jäger stellt die Verbrecher auf frischer Tat. Damit die Täter nicht flüchten, bis die herbeigerufene Staatspolizei irgendwann einmal eingetrudelt ist, hält der Jäger die Verbrecher mit seinem Jagdgewehr in Schach.

Die Vertreter des deutschen Staates klopfen dem couragieren Waidmann jedoch nicht etwa auf die Schulter oder verleihen ihm eine Auszeichnung, sondern machen ihn zum Verbecher. Sie rauben dem Jäger Waffe und Jagdschein, verbieten ihm sein Jägerdasein. Andere Staatsbedienstete pflichten bei. Die Begründung: Das Werkzeug Schusswaffe dürfe ein Jäger nicht zum Schutz seiner Mitmenschen einsetzen.

In den Ohren jedes vernünftigen Menschen muss dies absurd klingen. Aus der Sicht der Herrschenden – zumal jener in Schland – ist die Bestrafung des Jägers aber nur folgerichtig. Man will schließlich die Untertanen gar nicht erst auf die Idee kommen lassen, dass sich tatsächliche öffentliche Sicherheit (und nicht der Polizeistaat, der uns dafür verkauft wird) nicht nur überhaupt, sondern sogar noch besser ohne monopolistische, zwangsfinanzierte und unter politischem Kommando stehende Staatspolizei organisieren lässt.

Ludwig von Mises: “Nationalökonomie. Theorie des Handels und Wirtschaftens”

Rahim Taghizadegan vom exzellenten Institut für Wertewirtschaft stellt das Opus magnum des Ausnahmeökonomen Ludwig von Mises vor: Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens. Auch ich präferiere jedoch dessen englischsprachige Ausgabe, Human Action, da sie keine reine Übersetzung ist, sondern einige Gedanken noch tiefergehend entwickelt werden.

Der Österreicher von Mises hatte Nationalökonomie 1940 im schweizerischen Exil veröffentlicht. Die Druckerschwärze war quasi noch frisch, da flüchtete von Mises aus Europa in die USA. Nachdem sich das deutsche Regime Österreich 1938 einverleibt hatte, konnte er nicht mehr in seine Heimat zurück. Als Jude und entschiedener liberaler Intellektueller war er für die Nazis gleich in mehrfacher Hinsicht ein Staatsfeind und stand daher auf den Verhaftungslisten der deutschen Behörden. Nach den anfänglichen militärischen Erfolgen der Nazibarbaren im Zweiten Weltkrieg musste er die realistische Befürchtung haben, dass eine deutsche Invasion der Schweiz unmittelbar bevor stand.


(direkt auf Youtube)

Dreiste Fukuschima-Propaganda im Staats-TV

Dass auch die deutschen Staatsjournalisten der Gegenwart offensichtlich nicht hinter ihren Nazi- und DDR-Kollegen zurückbleiben wollen, zeigt sich immer häufiger. Im jüngsten Falle erdreistet sich das staatliche “Nachrichten”-Flaggschiff “Tagesschau” doch tatsächlich, die Toten der der Tsunami-Flutwelle in Japan 2011 kurzerhand zu Opfern eines Reaktorunglücks zu erklären.

“In Japan wird heute der Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor zwei Jahren gedacht. Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte damals den Nordosten des Landes erschüttert und eine bis zu 20 m hohe Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kann es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Dabei [sic!] kamen etwa 16.000 Menschen ums Leben, tausende gelten immer noch als vermisst.”

Tatsächlich hat es nicht einen einzigen(!) Strahlentoten im Zusammenhang mit dieser Katastrophe in Japan gegeben. Alle Toten, die bei den Katastrophenereignissen im Jahr 2011 zu beklagen waren, sind Opfer des Tōhoku-Erdbebens bzw. des durch dieses verursachten Tsunamis, also Opfer von “Mutter Natur”.

Dass die ARD-Staatsjournalisten die Flutopfer zu Strahlentoten phantasieren, offenbart entweder einen menschenfeindlichen Ungeist oder aber beweist, dass es mit der journalistischen Qualität im millardenschweren, zwangsfinanzierten Staatsrundfunk nicht weit her ist. Der Verdacht, dass es sich eher um bewusste Propaganda als schlicht um unterirdische “Qualität” handelt, erhärtet sich durch die “Berichtertstattung” in anderen Staatsmedien zum selben Thema.

So suggeriert beispielsweise der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) nicht nur, es hätte in Fukuschima überhaupt Strahlentote gegeben, sondern versucht ebenfalls, die Tsunami-Toten als Opfer eines AKW-Unglücks zu verkaufen, indem von “Opfern der Tsunami- und Atomkatastrophe” gesprochen wird. Und weiter heißt es:

Insgesamt starben durch das Beben, den Tsunami und die AKW-Katastrophe 19.000 Menschen.

Eine solche Formulierung wäre selbst dann wenig aufklärerisch, wenn es tatsächlich Strahlentote gegeben hätte, schließlich würde dem Rezipienten sich nicht erklären, wie viele Menschen nun jeweils durch das eine und wie viele durch das andere Ereignis betroffen waren. Es hat jedoch nicht einen einzigen Strahlentoten gegeben, weshalb es sich schlichtweg um eine Lüge handelt, das Gegenteil zu behaupten.

Dieses Vorgehen der Staatsjournalisten bestätigt einmal mehr, dass die immer stärker werdende Widerstandsbewegung gegen staatliche Propagandamedien nicht nur gerechtfertigt, sondern mehr als notwendig ist.

Schon wieder: Stadträte frönen Militarismus und Krieg

Während einer Sitzung des Stadtrates im Februar zur “Feier” unserer Stadt Weißenfels als Soldatentummelplatz soll der Vorsitzende der Stadtratsfraktion der “Linken”, Lars Brzyk, die Bundeswehr – völlig zutreffend – als “Angriffsarmee” bezeichnet und noch weitere “Diffamierungen” geäußert haben. Daraufhin sah sich die immerhin zweitstärkste Fraktion im Stadtrat, “Bürger für Weißenfels/Landgemeinden”, offenbar genötigt, einen unwürdigen Entschuldigungs-, Distanzierungs- und Loyalitätsbrief an jene zu verfassen, die sich selbst zu willfährigen Handlangern der deutschen Tyrannei degradiert haben. In diesem beschwert man sich nicht nur über die Äußerungen selbst, sondern auch darüber, dass der Weißenfelser Oberbürgermeister dem Linkspartei-Stadtrat nicht sofort autoritär den Mund verboten hat.

Die Begründung, warum es sich bei der Bezeichnung “Angriffsarmee” für das deutsche Militär um eine “Diffamierung” handeln soll, sind die “Bürger für Weißenfels” natürlich schuldig geblieben. Bei welchem der mittlerweile unzähligen deutschen Kriegseinsätze ist schließlich das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland zuvor von jenem Staat angegriffen oder akut bedroht worden, dessen Bewohner die bewaffneten und uniformierten Gehilfen der deutschen Politik mit Tod und Leid überziehen? Mir zumindest fällt kein einziger Fall ein. Wenn die Gewalttaten deutscher Soldaten also keine Verteidigung gegen einen Angriff sind, ist der deutsche Staat, das deutsche Militär selbstverständlich selbst der Angreifer.

Darüber hinaus jedoch scheint es den Militär- und Deutschlandanbetern der “Bürger für Weißenfels” entgangen zu sein, dass sich die Bundeswehr auch ganz offiziell seit Jahren in einem “Transformationsprozess” befindet, dessen erklärtes Ziel es schließlich ist, das deutsche Militär zu einer jederzeit an jedem Ort der Welt “interventionsfähigen” Kriegstruppe zu machen. Mit Landesverteidigung hat eine solche Ausrichtung natürlich nichts mehr zu tun. Der Begriff der “Angriffsarmee” ist also nicht nur empirisch korrekt, sondern auch anhand der militärstrategischen Ausrichtung der Bundeswehr voll und ganz zutreffend. Auch in der Weißenfelser Linkspartei sind solche kritischen Äußerungen allerdings keinesfalls die Regel und der deutsche Militarismus auch dort stark verwurzelt, ganz abgesehen davon, dass diese Partei aufgrund ihres freiheitsfeindlichen Programms für jeden Menschen mit auch nur einem Rest an Humanität so wenig wählbar ist wie jede andere Partei.

Dass nun aber Stadträte, die sich “Bürger für Weißenfels” nennen, jenen Gestalten dermaßen ins Gesäß kriechen, die Menschen überall auf der Welt umbringen und die auch – darüber sollte keine Illusion herrschen – bereit wären, auf einen Befehl ihrer politischen Herren hin z.B. friedliche Weißenfelser abzuschlachten, ist eine Schande und eine Beleidigung unserer Stadt und ihrer Einwohner, die hoffentlich nicht ohne Folgen bleiben wird.

Mag sein, dass mich da meine Menschenliebe etwas blendet, aber ich glaube fest daran, dass die große Mehrheit der Weißenfelser freiheits- und friedensliebend ist und sich der deutschen Tyrannei samt Krieg, Ausbeutung, Armut, Überwachung, Bevormundung und dergleichen nicht länger unterwerfen will. Im nächsten und übernächsten Jahr sind Wahlen in Weißenfels. Möglicherweise erleben die Statthalter und Handlanger des deutschen Etatismus – also alle im Stadtrat vertretenen Gruppen! – ja eine für sie unangenehme Überraschung, sollte eine neue Bewegung antreten, die sich Freiheit, Frieden, Demokratisierung und ein unabhängiges Weißenfels auf die Fahnen schreibt.

“Bürgerwehren” in Weißenfels?

Nach Einbruchserien haben sich in mehreren Weißenfelser Ortschaften engagierte Bürger zusammengeschlossen, um insbesondere durch erhöhte Wachsamkeit und Präsenz im öffentlichen Raum der Kriminalität entgegenzuwirken.

In der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) werden diese Citoyens als “Bürgerwehr” bezeichnet – ein Wort, das geeignet ist, irrationale Ängste zu schüren. Unter einer “Bürgerwehr” versteht man jedoch im historischen und assoziiert man im geläufigen Sinne eine bewaffnete Gruppierung. Historische Bürgerwehren in Deutschland waren in der Regel sogar staatliche militärische Zwangsvereinigungen und Instrumente der Obrigkeit zur Unterdrückung der Bevölkerung und nicht freiwillige Zusammenschlüsse zum Schutz von Leben und Eigentum.

Wer sich darauf beschränkt, um den Block zu fahren, die Augen offen zu halten und im Falle der Fälle allgemeine Rechte wie die Festnahme eines auf frischer Tat ertappten Verbrechers oder Notwehr bzw. Nothilfe auszuüben, ist also kein Teil einer “Bürgerwehr” im geläufigen Sinne, sondern schlicht ein aufmerksamer, engagierter und couragierter Bürger, dem Freiheit, Sicherheit und Wohlergehen seiner Mitmenschen nicht völlig gleich sind. Ein solches bürgerschaftliches Engagement sollte nicht diffamiert oder bekämpft, sondern geachtet und gefördert werden.

Petition: “Gewalt stoppen – Staatsbedienstete entwaffnen!”

Der Bundestag möge beschließen, die Bediensteten (Beamte, Angestellte, sonstige Funktionsträger) des deutschen Staates ausnahmslos zu entwaffnen, um so die Sicherheit für alle Menschen in diesem Land und darüber hinaus zu erhöhen und die Tötung Unschuldiger durch Staatsbedienstete zu vermeiden.

Begründung: Die Geschichte hat ein ums andere Mal bewiesen, dass Waffen in den Händen von Staatsbediensteten hochgefährlich sind. Allein die weit mehr als 100 Millionen Menschen, die durch staatliche Gewaltausübung im 20. Jahrhundert zu Tode kamen, sprechen eine eindeutige Sprache.

Immer wieder kommt es auch in diesem Land oder im Ausland zu Tötungen Unschuldiger durch Staatsbedienstete. Die Idee der Freiheit und Gleichheit aller Menschen sowie der Gedanke der Menschenwürde verbieten es, auch nur einen einzigen dieser Fälle als hinzunehmenden “Kollateralschaden” anzusehen.

Eine Entwaffnung der Staatsbediensteten ist deshalb ein Gebot der Freiheit, des Friedens und der Menschenwürde.

Die Toten mahnen zum Handeln!

Petition bitte hier unterscheiben.